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09.12.2004 |
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Keine Kürzung bei "Jugend+Sport"
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Der Bundesrat und die Finanzkommission haben mit dem
Voranschlag 2005 beantragt, die Entschädigungen für "Jugend+Sport"
(J+S) um 1,5 Mio. Franken zu kürzen. Die Folge davon wäre, dass
die Kantone ihr J+S – Angebot einschränken oder Teile kürzen
würden und rund 15’000 Jugendliche pro Jahr keinen freiwilligen
Jugendsport mehr erleben könnten.
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Diese Sparmassnahme wäre jugend-, sozial- und gesundheitspolitisch
falsch und stünde im Widerspruch zum nationalen Sportkonzept des
Bundesrates. Danach soll der Anteil der bewegungsaktiven
Bevölkerung kontinuierlich erhöht werden. Als Schwerpunktmassnahme
soll J+S auf nachhaltige, regelmässige Sportaktivitäten
ausgerichtet und die Qualität soll gesichert werden. Mit
Budgetkürzungen geht das nicht.
J+S ist eine wirksame, effiziente präventivmedizinische Massnahme.
Der Anteil übergewichtiger Menschen namentlich auch Kinder und
Jugendlicher steigt. Ein gutes Drittel der Kinder und Jugendlichen
leidet an Übergewicht und es werden immer mehr. Die Ursachen sind
Bewegungsmangel und einseitige Ernährung. Die Auswirkungen auf die
steigenden Gesundheitskosten sind hinlänglich bekannt. Je mehr
Kinder und Jugendliche sich an J+S –Aktivitäten sportlich
betätigen können, desto geringer ist ihr Risiko übergewichtig und
krank zu werden. Im weitern darf die gesellschaftliche Bedeutung
des Sportes sowie sein Potenzial für die soziale Integration nicht
unterschätzt werden.
2005 ist von der UNO zum internationalen Jahr des Sportes ernannt
worden. Die Schweiz hat klar deklariert, dass sie sich in diesem
Jahr für den Sport und die Sporterziehung engagieren will, wobei
die Aktivitäten nachhaltig wirken sollen. Hauptsächliche
Zielsetzungen sind die Förderung von Bildung, Gesundheit,
Entwicklung und Frieden durch Sport und Sporterziehung.
Eine Kürzung bei J+S verträgt sich weder mit den sportpolitischen
Zielsetzungen des Bundes noch mit den geplanten Aktivitäten im
bevorstehenden Jahr des Sportes. Die vermeintliche Einsparung wäre
keine echte Einsparung, weil Kosten in andern Gebieten,
insbesondere bei den Gesundheitskosten in wesentlicher höherem
Umfang anfallen würden.
Erfreulicherweise hat der Nationalrat meinem von der CVP-Fraktion
unterstützten Antrag, bei J+S von einer Budgetkürzung abzusehen,
zugestimmt.
Ruth Humbel Näf, Nationalrätin (AG) |
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