CVP Nationalrätin Ruth Humbel
Ja zum Steuerpaket
 

Familien entlasten mit einem Ja zum Steuerpaket 

Ich unterstütze das Steuerpaket, weil es mehr Gerechtigkeit und eine steuerliche Entlastung für mittelständische Familien bringt.
     
Die gebundenen Ausgaben (Wohnen, Steuern, Abgaben, Krankenkassenprämien, Ausbildung der Kinder, usw.) werden für Familien zu einer immer grösseren Belastung. Insbesondere der Mittelstand gerät immer mehr unter finanziellen Druck. Das ist ungerecht und sozial- wie familienpolitisch falsch. Mittelständische Familien sind jene, die keine Soziallasten verursachen, aber mit hohen Steuern bestraft werden. Es ist daher grundsätzlich unbestritten, dass die Familien endlich eine steuerliche Entlastung brauchen. Das Steuerpaket bringt sie. Mit namhaften Steuerabzügen werden Familien mit Kindern markant entlastet. Verheiratete zahlen künftig gleich viel Steuern wie Unverheiratete im gleichen Haushalt.
       
Mehr Gerechtigkeit und Heiratsstrafe abschaffen
Knapp die Hälfte der Schweizer Wohnbevölkerung ist verheiratet. In sehr vielen Familien sind beide Ehepartner zumindest teilweise erwerbstätig. Für sie ist der Trauschein auch mit höheren Steuern verbunden. Denn die beiden Einkommen werden zusammengezählt. Durch die Progression bezahlen verheiratet Paare wesentlich mehr Steuern als Konkubinatspaare. Diese heutige steuerliche Diskriminierung verheirateter Paare gegenüber nicht verheirateten Paaren ist ungerecht und wurde vom Bundesgericht bereits vor zwanzig Jahren bemängelt. Mit der Einführung des Teilsplittings wird diese Ungerechtigkeit endlich beseitigt.
   
Wenn beide Elternteile einer Erwerbsarbeit nachgehen, werden sie finanziell gleich mehrfach bestraft. Einerseits müssen sie durch die Steuerprogression überproportional mehr Steuern bezahlen und andererseits müssen sie für die Kosten der Drittbetreuung der Kinder aufkommen, ohne dass diese Kosten von den Steuern abgezogen werden können. Oft wird so der ganze Zusatzverdienst gleich wieder aufgezehrt. Das ändert sich mit dem Steuerpaket: Mit anderen Worten: Heirat und Kinder werden nicht mehr durch höhere Steuern bestraft. Kinderbetreuungskosten können endlich abgezogen werden. Einelternfamilien profitieren natürlich auch von diesen Abzügen. Das Steuerpaket ist Familienpolitik für den Mittelstand. Es bietet eine konkrete, familienfreundliche Lösung und nicht nur leere Worte.
     
Kinderabzüge
Heute fallen die möglichen Abzüge bescheiden aus. Mit der Annahme des Steuerpakets am 16. Mai 2004 kann dem entgegen gewirkt werden:
  
Der Kinderabzug wird von 5’600 auf 9’300 Franken erhöht. Eine Familie mit zwei Kindern kann also auf der Steuererklärung neu 18'600 Franken vom Einkommen abziehen.
   
Oder nehmen wir das Beispiel Kinderbetreuungskosten: Diese konnten bislang bei der direkten Bundessteuer nicht abgezogen werden. Das Steuerpaket ändert dies: Wenn beide Elternteile ihren Beruf ausüben, können die Kosten für die Betreuung der Kinder neu abgezogen werden. Und zwar bis 7’000 Franken pro Kind.
   
Die gleichen Abzüge gelten selbstverständlich auch für erwerbstätige Alleinerziehende sowie dann, wenn der betreuende Elternteil infolge Krankheit oder Unfall in der Familie die Kinderbetreuung nicht wahrnehmen kann.
       
Abzüge bei der Krankenversicherung
Alle Steuerpflichtigen können neben einem allgemeinen Abzug auch die Kosten der obligatorischen Krankenversicherung mit einer Pauschalen abziehen. Die Höhe des Krankenversicherungsabzugs entspricht dem jeweiligen Durchschnitt der kantonalen Prämien. Die jährlich steigenden Prämien können so von der Steuer abgezogen werden.
       
Steuerbefreiung für Familieneinkommen unter 80'000.-
Das Existenzminimum ist neu zwingend steuerfrei. Das Steuerpaket bringt eine willkommene Entlastung für alle. Familien mit Einkommen unter 80'000 Franken zahlen in Zukunft keine direkte Bundessteuer mehr, d.h. dass mehr als ein Drittel aller Familien von dieser Steuer befreit wird, bis anhin waren es lediglich 17 Prozent.
    
Lange hinausgeschoben - endlich da!
Das Steuerpaket ist eine Chance für die Familien. Wer das Steuerpaket ablehnt, akzeptiert, dass wir weiterhin höhere Steuern von verheirateten Eltern verlangen und somit die Heiratsstrafe aufrechterhalten. Wer das Steuerpaket ablehnt, verkennt die Lebenssituation der mittelständischen Familien und akzeptiert die sich abzeichnende Erosion des Mittelstandes. Wenn wir endlich Gerechtigkeit schaffen und mittelständische Familien entlasten wollen, müssen wir zu dieser Entlastung Ja sagen!
    
Ruth Humbel Näf
Nationalrätin CVP
Birmenstorf
 
08.03.04
 
 
H O T L I N K S


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